Forschung

Forschung

 

Grow Together wird und wurde wirtschaftlich wie auch wissenschaftlich evaluiert. Die Ergebnisse der beiden Studien sind sehr, sehr erfreulich und bestärken uns in unserer alltäglichen Arbeit. Die Ergebnisse können hier im Detail nachgelesen werden:

 

 

Wissenschaftliche Evaluation Grow Together

Seit Herbst 2016 hat der Verein ECE (Education Cooperation Evaluation) unter der Leitung von Prof. Christiane Spiel vom Institut für angewandte Psychologie in Wien Ziele, Wirkmodell und Gelingensfaktoren von Grow Together erhoben und die Entwicklung der Kinder und Mütter verfolgt. Zusammengefasst zeigt sich, dass die Ziele, die durch die Begleitung erreicht werden sollen, in hohem Maße auch erreicht werden können:

 

Die Mütter bewerten insgesamt die Angebote sehr positiv, was eine wesentliche Voraussetzung für Verhaltensänderung ist, auch die Basis in späteren Situationen sich wieder Hilfe zu holen. Besonders beeindruckend ist, dass die Kinder, entgegen den Erwartungen in dieser Population,  ein sicheres Bindungsmuster entwickeln! Die Kinder entwickeln sich überdies kognitiv, sprachlich und motorisch entsprechend der Norm, was in dieser Risikogruppe nicht erwartet werden konnte und das Hauptziel von Grow Together ist!

 

Der zentrale Gelingensfaktor von Grow Together ist, neben der direkten Arbeit mit den Kindern, das Empowerment der Mütter/Eltern. Das wird daher in Zukunft bei der Arbeit von Grow Together von Anfang an eine noch größere Rolle spielen. Eine weitere Empfehlung der Evaluatorinnen ist es, die intensive Betreuungszeit ausschleichend zu beenden (dies wurde bereits umgesetzt) und nach dem vollständigen Ende noch für einige Jahre Booster-Termine anzubieten. Das ist für die Zukunft geplant. Überdies stehen dem Verein nun einige Möglichkeiten zur Verfügung, künftige Entwicklungsverläufe selbstständig zu evaluieren und die Ergebnisse dieser Evaluierungen für die weitere Vorgangsweise unmittelbar zu berücksichtigen.

 

 

 

 

 

 

SROI-Analyse

Das NPO & SE Kompetenzzentrum der Wirtschaftsuniversität Wien wurde von Coca-Cola Österreich mit der Evaluierung des Projekts „Grow Together – Für einen guten Start ins Leben“ beauftragt. Die Evaluation erfolgte mittels einer Social Return on Investment (SROI)-Analyse, deren Ziel es ist, den durch Grow Together geschaffenen gesellschaftlichen Mehrwert möglichst umfassend zu erfassen und zu bewerten.

 

Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden folgende Forschungsfragen beantwortet:

„Welche Wirkungen bzw. welchen Nutzen entfaltet Grow Together bei den relevanten Stakeholdergruppen?“
„Lassen sich die im Rahmen von Grow Together erzielten Wirkungen sinnvoll und valide messen und monetarisieren?“
„Welcher monetarisierte Gesamtnutzen ergibt sich aus einem in Grow Together investierten Euro?“

 

Die Ergebnisse sind erfreulich und der SROI mit rund 1:22 ist ein herausragender!

Ergebnisbericht SROI-Analyse / WU Wien / NPO & SE Kompetenzzentrum der WU

 

 

 

 

 

Grow Together im HTA-Bericht

Im Rahmen des Projektberichtes ‚Social Return on Investment in Child and Adolescence Health‘ wird auch der SROI von Grow Together angeführt – siehe Seite 68:

 

 

 

Wissenschaftliche Arbeiten im Kontext mit Grow Together:

 

„Außerfamiliäre Betreuung von Kleinkindern aus Hochrisikofamilien:
Das Beispiel des Vereins Grow Together

 

Autorin: Lucia Stockert, BSc

 

Kontext:
Masterarbeit (MSc) im Fach Psychologie, Universität Wien
Betreuerin: Univ.-Prof.in Dr.in Martina Zemp
Abgabe: 2020
Länge der Arbeit: 99 Seiten (inkl. Literatur)

 

Zusammenfassung:

Lucia Stockert geht in ihrer Masterarbeit der Frage nach, inwiefern außerfamiliäre Kinderbetreuung für Kleinkinder aus Hochrisikofamilien hilfreich sein kann. Nach der Betrachtung der Fachliteratur stellt sie ihr Forschungsdesign detailliert vor, bespricht die Ergebnisse und erstellt ein Fazit. In ihrer Studie wurden Betreuungspersonen der Kindergruppe und die Leitung von Grow Together – einem Verein, der Familien in psychosozialen Hochrisikokonstellationen begleitet – in einem Fokusgruppen-Interview befragt. Dabei wurde die Forschungsfrage, von welcher Art von außerfamiliärer Betreuung Kleinkinder unter drei Jahren aus Hochrisikofamilien profitieren, qualitativ untersucht. Eine qualitativ hochwertige außerfamiliäre Betreuung für Kinder aus Hochrisikofamilien, wie beispielsweise durch eine hohe Betreuungsqualität und eine gute Erziehungspartnerschaft gewährleistet, erscheint aufgrund der Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung höchst sinnvoll und relevant.

 

 

„Der Baby-Care-Ansatz in der Arbeit mit Familien mit psychosozialen Hochrisikokonstellationen anhand des Vereins Grow Together

 

Autorinnen: Franziska Grillmeier, BA  & Sonja Weber-Kislinger, BA

 

Kontext:
Abschlussarbeit des Weiterbildungslehrgangs „Säuglingspsychotherapie und Baby-Care-Beratung“
Lehrgangs-Leitung: Dr. med. Katharina Kruppa, Mag. Rudolf Wyss
Abgabe: Jänner 2020
Länge: 39 Seiten (inkl. Literatur)

 

Zusammenfassung:

Die Arbeit von Franziska Grillmeier und Sonja Weber-Kislinger beschäftigt sich mit der Wirksamkeit früher Interventionen. In einem ersten Schritt gehen die Autorinnen auf Ergebnisse im Bereich der Bindungsforschung, der Säuglingsforschung sowie der Neurowissenschaften und der Epigenetik ein. Diese Forschungsbereiche, und insbesondere der auch vorgestellte „Baby-Care“-Ansatz streichen die Bedeutsamkeit des Säuglings- und Kleinkindalters hervor und weisen auf die Wirksamkeit einer Unterstützung von Familiensystemen in dieser Zeit hin, um die Entwicklungschancen von Säuglingen und Kleinkindern zu verbessern. Als konkretes Fallbeispiel einer Theorie-Praxis-Transformation gehen die Autorinnen auf die Arbeit des Vereins Grow-Together ein, wo Familien in psychosozialen Hochrisikokonstellationen durch ein Bündel an intensiven sozialtherapeutischen Maßnahmen unterstützt werden. Die Arbeit schließt mit einer detaillierten Falldarstellung aus der Arbeit von Grow Together.

 

 

„Die Bedeutung beziehungs- und erziehungskompetenzstärkender Maßnahmen in der Prävention von Kindeswohlgefährdung am Beispiel der Programme Frühe Hilfen und Grow Together“

 

Autorin: Sophie Dietl, BSc

 

Kontext:

Wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung der Berufsberechtigung als Sozialpädagogin am Kolleg für Sozialpädagogik für Berufstätige, die Bildungsakademie Wien
Betreuerin: Anna Maria Gamperl MA
Abgabe: 25.03.2021
Länge der Arbeit: 72 Seiten (inkl. Literatur und Anhang)

 

Zusammenfassung:

Sophie Dietl erörtert in ihrer Arbeit den Zusammenhang zwischen Beziehungskompetenz und Erziehungskompetenz, insbesondere in ihrer Wirkung auf das Kindeswohl, und beschäftigt sich dann eingehend mit dem Thema der Gefährdung desselben. Einem Überblick über die Fachliteratur folgt die Diskussion der Sinnhaftigkeit von Präventionsarbeit und die Auseinandersetzung mit zwei Einrichtungen in Wien, die Präventionsarbeit betreiben: Frühe Hilfen und Grow Together. Die Autorin kommt nach der Erörterung der Literatur und der Analyse von Interviews mit Vertreter*innen beider Einrichtungen zu dem Schluss, dass die verstärkte Umsetzung präventiver Maßnahmen erforderlich und sinnvoll sei.

 

 

 

„Beziehungsgestaltung im Zwangskontext“

 

Autorin:  Alexandra Engelmayer-Rácz

 

Kontext:

FH St. Pölten/ Soziales, Modul „Avancierte Methodik und Fallanalyse“ für die Lehrveranstaltung „Kasuistik 2“, 4FAN1 SE,
LV-Leiterinnen: Christine Haselbacher und Eva Grigori
Abgabe: 1.4.2018
Länge: 14 Seiten, inkl. Literatur und Anhang

 

Zusammenfassung:

Alexandra Engelmayer-Rácz legt eine Fallanalyse dar, die sich mit den Voraussetzungen und Möglichkeiten von Beziehungsgestaltung in einem Zwangskontext beschäftigt. Bei dem Fall handelt es sich um eine junge Frau und ihren Säugling (das zweite Kind), die auf eigenen Wunsch Familienbegleitung durch einen gemeinnützigen Verein[1] erhält, der mit der Kinder- und Jugendhilfe kooperiert. Die Kinder- und Jugendhilfe wird nach Conen (2016:119) als eine Institution sozialer Kontrolle verstanden. Da das erste Kind der Mutter bereits abgenommen und bei einer Pflegefamilie untergebracht worden war, und die Familienbegleitung in enger Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe arbeitet, ergibt sich ein Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle. Die Beziehung zwischen Familienbegleiterin und Mutter gestaltet sich konflikthaft. Die wichtigsten Erkenntnisse der Analyse im Hinblick auf die Rolle der Familienbegleiterin waren: Das Konflikthafte der Klientin-Familienbegleiterin-Beziehung ist „part of the game“ im Dreieck Kinder- und Jugendhilfe – Klientin – Familienhelferin. Es ergibt sich als Aufgabe der professionellen Helferin, der Klientin deren Handlungsmöglichkeiten und Wirkmacht im institutionellen Zwangskontext aufzuzeigen und verständlich zu machen. Die Familienbegleiterin ist sowohl der Klientin als auch der Kinder- und Jugendhilfe verpflichtet. Idealerweise nimmt sie eine Vermittlerrolle zwischen beiden „Auftraggeberinnen“ ein.

[1] Es ist hier Grow Together gemeint. Der Verein wird jedoch nicht namentlich genannt.

 

 

 

 

 

„Nach einiger Zeit komm ich raus, wie der Schmetterling aus der Puppe“ – Bindungs- und beziehungsorientiertes Arbeiten mit Familien des Vereins Grow Together

 

Autorin:  Eva Falschlehner

 

Kontext:

Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades in Psychotherapiewissenschaft, Sigmund Freud Privatuniversität Wien
Abgabe: Oktober 2019
Länge: 195 Seiten, inkl. Literatur und Anhang (Transkripte der Interviews)

 

Zusammenfassung:

Eva Falschlehner untersucht in ihrer Arbeit welche Veränderungen die Familien, die vom Verein Grow Together begleitet werden, aufgrund der Betreuung feststellen. Grow Together ist ein Verein, der Multiproblemfamilien bindungs- und beziehungsorientiert intensiv psychosozial begleitet. Zur Beantwortung ihrer Forschungsfrage hat die Autorin Leitfadeninterviews geführt, transkribiert, und diese mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2010) analysiert. Ausgangslage ist die Tatsache, dass Studien zeigen, dass die häufigste Ursache für frühkindliche Beeinträchtigungen eine gestörte Feinabstimmung in der Eltern-Kind-Interaktion ist. Hier setzt der Verein Grow Togetheran. Grow Together ist bemüht die Schutzfaktoren der kindlichen Entwicklung zu vermehren, zu welchen feinfühlige Bezugspersonen gehören. Die Ergebnisse der Studie können wie folgt zusammengefasst werden: Grow Together erreicht durch die intensive bindungs-und beziehungsorientierte Begleitung bei den begleiteten Familien positive Veränderungen in den Eltern-Kind-Beziehungen, in den Erziehungskompetenzen der TeilnehmerInnen und in den sozialen Fähigkeiten der TeilnehmerInnen. Die Struktur des Alltags fällt den TeilnehmerInnen leichter. Die TeilnehmerInnen nehmen an sich selbst positive Veränderungen war, sie haben Erfolgserlebnisse und fühlen sich sicherer, mutiger und kompetenter.

 

 

 

 

 

„Beziehungserleben von Müttern in hochbelasteten Lebenslagen im Kontext von Familienbegleitung und Frühe Hilfen: Eine qualitative Studie zur Analyse des Erlebens der Beziehungsarbeit aus der Perspektive von Klient*innen des Vereins Grow Together

 

Autorin: Valerie Pohl-Schnederle, BA

 

Kontext:

Masterarbeit, Masterstudium Bildungswissenschaft, Universität Wien
Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Wilfried Datler
Abgabe: 2021
Länge: 145 Seiten, inkl. Literatur und Anhang (Interviewleitfaden)

 

Zusammenfassung:

Valerie Pohl untersucht in ihrer Arbeit das Erleben der Beziehungsarbeit beim Verein Grow Together aus der Perspektive der Klient*innen. Sie arbeitet mit problemzentrierten Interviews einzelne Aspekte heraus, die zur professionellen Gestaltung eines positiven und förderlichen Beziehungsgeschehens für Klient*innen in hochbelasteten Lebenslagen im „Hard-to-Reach“-Bereich beitragen können (Gahleitner 2017, 11). Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Bedürfnis- und Ressourcenorientierung jeweils sehr bedeutend sind. Neben diesen Faktoren sind die Familienbegleiter*in ihrer Rolle als Bindungsperson und Grow Together als „Ersatzfamilie“ zentral. Klient*innen erlebten den Beziehungsverlauf hinsichtlich ihrer individuellen Lebensgeschichte und ihrer Ausgangsbedingungen unterschiedlich. Ein gemeinsamer Aspekt, der identifiziert werden konnte, bezieht sich vor allem auf gemeinsame Gespräche, die Präsenz und Verfügbarkeit der Familienbegleiter*in in schwierigen Lebenssituationen. Die dargestellten Faktoren des Erlebens können dazu dienen, für hilfreiches und gelingendes Beziehungsverhalten zu sensibilisieren und zur Professionalisierung der Beratungs- und Familienbegleitungstätigkeit beizutragen.

 

 

 

 

Projektbeschreibung

 

 

▲ top